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Sonnenblume im Schnee

Ade Sonnenblume – War eine schöne Zeit mit dir

Die Sonnenblume.
Diese eine.
Meine Lieblingsblume.
Seit letzten Jahr im Mai.

Auf einmal war sie da.
Stand ganz allein – am Rande der Komposter.
In ihrer schrägen Lage.

Ob das was wird?
So ganz nah am Rande?
Nur wenig Platz zum Wachsen, zum Gedeihen.

Alsbald die Schnecken.

Die gefräßigen, die ohne Häuschen.
An denen waren die zuvor gescheitert.
Nicht wachsen konnten sie empor.

Gnadenlos ganz kahl geraspelt.
Jahr für Jahr.

Doch diese eine – wuchs einfach weiter.
Ganz unbekümmert im Schatten der Komposter.

Erfreute mich bei jedem Gang.

Sie drehte sich im Lichte, dem Lauf der Sonne folgend.

Im September kamen Vögel.
Labten sich an reifen Samen.
Stritten um die größten Kerne.

Die Sonnenblume war erneut in Gefahr.

Sie überstand es.
Leergepickt und leicht zerzaust.

Die Stürme nahten.
Regenschauer.
Herbst war da.
Winter folgte.

Die Sonnenblume stand.

Zuletzt der Schnee.

Knietief eingegraben – mit einem Häubchen Weiß.
Sanft wiegte sie im Frostwind.
Hin und her.

Ein letzter Blick auf ihren goldnen Schimmer.

Ade. In meinen Bildern lebst du weiter.

Wasser

Fastenzeit – Wasser sparen

Das diesjährige Klimafasten der hessischen Landfrauen begeistert mich. Es geht darum bewusst über das gute Leben nachzudenken und ein nachhaltigeres Handeln auszuprobieren. Die Fastenzeit wird mit den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen strukturiert. Das Thema der ersten Woche ist „Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen“. Natürlich nehme ich an der Challenge teil. Mache mir Gedanken wie ich mit dem Wasser in meinem Haushalt umgehe.

Für dich habe ich drei schnelle und einfache Tipps:

  1. Eine Schüssel ins Spülbecken.
    Das Gemüse- /Obstwasser auffangen und weiter verwenden.

  2. Öfter einen Waschlappen statt Duschen oder Baden.

  3. Waschmaschine immer voll starten.

Was sind deine Tipps für mich?

Winterschnitt an alter Kopfweide

Winterworkout mit Winterschnitt

Malerisch sind sie die alten Kopfweiden. Majestätisch stehen sie an Flüssen, Seen und in Auen. An Gräben und Wegen findest du sie auch. Früher fragte ich mich ob sie wohl so wuchsen mit ihrem dicken Kopf und den vielen Ästen. Heute weiß ich es besser. Sie werden geschnitten. In der Fachsprache heißt das Schneiteln.

Ein junger Weidenbaum wird geköpft, meist in Menschenhöhe. Dadurch erst wird die Weide zur Kopfweide. Einmal als Kopfweide angelegt muss sie jährlich gepflegt, geschneitelt werden. Dies passiert am besten im Winter. Bis 01. März hast du dafür Zeit. Dies ist in § 39 Absatz 5 Satz 2 des Bundesnaturschutzgesetzes geregelt.

In früheren Zeiten schneitelten die Korbmacher und Landwirte. Sie nutzten das Schnittgut um Körbe zu flechten und verfütterten die Triebe an ihr Vieh. Korbmacher gibt es nur noch wenige und Landwirte sind mit ihrer Zeit oftmals knapp.

Einige Naturschützer und Baumfreunde pflegen jetzt die Weiden. Denn die Kopfweiden bieten ein besonderes Habitat, einen besonderen Wohnraum. Mit dem Schnitt bilden sich Höhlen und Faulstellen, die von Pilzen und Flechten besiedelt werden. Ein Biotop entsteht. Unterschiedliche Insektenarten und Fledermäuse, Schmetterlinge und Käuze ziehen ein. Ein Lebensraum für allerlei Tiere.

Ist das nicht schön?

Jetzt kannst du natürlich nicht einfach losziehen und alle Kopfweiden schneiteln. Wenn du einen Standort kennst, schau ob sie gepflegt sind. Stellst du fest dass die Bäume lang nicht mehr geschneitelt wurden, versuche herauszufinden wem das Grundstück gehört. Wer für das Grün zuständig ist. Meist erfährst du das über die Gemeinde, dein Bürgerbüro. Oft auch von ortsansässigen Nachbarn, von Landwirten und auch von Naturschützern. Frag dich einfach durch. Hol dir eine Erlaubnis.

An einem frostfreien Wintertag kannst du loslegen. Nimm eine Säge und eine Astschere mit. Einen Korb für dein Schnittgut und etwas Proviant für die Pause. Ausreichend Zeit brauchst du auch. Vielleicht noch eine Leiter. Alle Triebe kommen ab. Lass kurze Stummel stehen. Schneid nicht ins alte Holz.

In manchen Kopfweiden gibt es einiges zu sehen und zu entdecken. Alte Vogelnester, einzelne Federn. Kleine Farne. Zuletzt fand ich einen Reiherschnabel. Wie der wohl dort hin kam?

Die Sonne steigt am Himmel höher und fertig ist der Winterschnitt. Ich meistens auch. Geht doch ganz schön in die Arme. Schultern und Hände spüre ich am Abend zusätzlich. Bleischwer. Eben ein echtes Winter-Outdoor-Workout.

Wie hältst du dich im Winter fit?

Kranichflug

Kranichflug

Letzten Freitag hatte ich Glück und die Kraniche flogen direkt über meinen Heimatort, sogar direkt über unseren Garten gen Süden. Was für ein schöner Moment! Ein wahrer Glücksmoment, den ich gern mit euch teilen möchte. Dieses Jahr flogen sie sehr hoch. Die ersten Trüppchen konnte ich mehr hören als sehen. Sie flogen weit entfernt und sind auf den Fotos kaum erkennbar.

Aber dann. Eine Gruppe dieser wundervollen Vögel flog in geringerer Höhe. Meine Kamera war bereit und das Resultat seht ihr hier. Es ist natürlich eine Ausschnitts-Vergrößerung vom weitläufigen Himmelsbild.

Der Vogelzug war in diesem Jahr sehr spät. Vielleicht habe ich die Kraniche zuvor auch nicht gehört oder gesehen. Für mich ist es immer ein besonderer Augenblick wenn ich ihre schmetternden Trompetenrufe höre „cranuh“„cranuh“. Gänsehaut pur.

Wollt ihr mehr über diese erhabenen Vögel lesen und hören besucht bitte die Webseite des Kranichforschers Dr. Bernhard Wessling.

Was sind deine Glücksmomente?


Gummi-Gegenlichtblende mit Aufdruck 77 mm

Produktpiraterie oder schlechte Fertigung?

Letzte Woche kaufte ich online zwei Gegenlichtblenden aus Gummi. Die eine mit 67 mm Durchmesser, die andere mit 77 mm. Es gibt viele Anbieter und Marken mit entsprechend großen Preisspektrum. Natürlich spielen die asiatischen Märkte im unteren Preisniveau mit. Weil ich gern bei deutschen Unternehmen kaufe um Arbeitsplätze zu sichern und so wenig Transportaufkommen wie möglich haben möchte, wählte ich für meine beiden Streulichtblenden einen Hersteller mit Stammsitz in Deutschland. Natürlich werden Produkte von ihm auch im Ausland gefertigt. In diesem Fall in Japan.

Heute erhielt ich per Post die Sonnenblenden. Gummi. Faltbar. 67 und 77 mm groß. Nach dem Auspacken schraubte ich sie beide auf die Objektive. Sie passten. Fein. Ich freute mich meine herkömmlichen aus Metall zu verstauen. Endlich Platz in der Kameratasche.

Mein Blick fiel auf die neuen faltbaren und mit Erstaunen sah ich dass beide sehr unterschiedlich aussahen. Beide hatten eine Prägung, einen Aufdruck. Die eine außen, die andere innen. Der eine Aufdruck gerade, der andere schief. Auch inhaltlich unterschieden sie sich leicht. Was allerdings komplett fehlte war das Herstellerzeichen, das Markenlogo. Da ich bereits andere Produkte des Herstellers habe weiß ich dass bisher immer ein kleines Logo vorhanden ist. Manches Mal sehr versteckt, aber es ist da. Warum also auf den Sonnenblenden nicht?

Ich beschloss der Sache nachzugehen. Natürlich hätte ich sie einfach behalten und nutzen können, aber es würde ein Zweifel bleiben. Netterweise ist auf der Verpackung eine Telefonnummer aufgedruckt. Ich rief an und die freundliche Mitarbeiterin verband mich gleich weiter. Bei der zuständigen Sachbearbeiterin konnte ich leider nichts über Prägungen und Aufdrucke erfahren. Sie bat mich eine Email-Anfrage mit entsprechenden Fotos zu senden, damit es im Hause weiter verfolgt werden kann. Gesagt getan – Email ist raus. Auf die Antwort bin ich gespannt.

Wie ist es bei dir? Hättest du auch angerufen oder wäre es dir egal gewesen?